Die zunehmend zu beobachtende Kofferhysterie, die sich im Zuge der allgemeinen Angst, die uns Deutschen seit einigen Jahren nicht zuletzt von politischer Seite regelrecht eingeimpft wird, schröpft die Taschen des Thüringer Steuerzahlers.
Gestern Nachmittag (5.11.) wurde einmal mehr ein aus einer Mücke eine Herde Elefanten gemacht. Laut Polizei habe ein Radfahrer einen schwarzen Koffer neben einem Mülleimer auf dem Erfurter Fischmarkt gegenüber dem Rathaus abgestellt und sei davon gefahren. Dies wurde sogleich zum Anlass genommen, Spezialkräfte des Landeskriminalamts zu alarmieren, die nicht nur den Fischmarkt absperrten, sondern den Koffer auch gleich mit Hilfe eines Roboters sprengten. Tatsächlich war der Koffer leer! Das hätte man sicher auch ohne Sprengung mit weniger Aufwand feststellen können…
Und das knapp vier Wochen nach dem letzten ähnlichen Vorfall, als am Nachmittag des 10.9. vom Personal des Hotel Best Western am Erfurter Hauptbahnhof die Meldung bei der Polizei einging, im Flur stünde ein verdächtig aussehender einsamer Koffer. Auch diesen holten Spezialkräfte ab und sprengten ihn, um dann festzustellen, dass sich nichts außer Kleidung darin befand.
Man kann diese Aktionen vor dem Hintergrund Was wäre wenn… sicher auch anders bewerten, aber dem gemeinen Bürger drängt sich der Eindruck auf, dass hier Hysterie und Panikmache vor vernünftigem, sachgerechtem und angemessenem Handeln kommt- Stichwort Verhältnismäßigkeit. Aber vielleicht nutzt die Polizei solche Vorfälle auch gern als willkommene Übungssituation mit hohem Echtheitsgrad. Dann sollten die Erfurter Polizisten jedenfalls mittlerweile ziemlich gut gerüstet und auf den wirklichen Ernstfall vorbereitet sein. Wir dürfen uns also sicher fühlen!

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