Nun ist es so weit. Die Thüringer Politik schaltet sich aktiv in die Diskussion um das neue Logo für die Landeshauptstadt Thüringens ein, die seit Mitte Juli tobt.
Nachdem die Kritiker bereits einen ersten Etappensieg erreicht und die Überarbeitung des Logos erwirkt haben, folgt nun der nächste Versuch. Diesmal ist das Ziel allerdings, die Einführung des neuen Logos gleich ganz und gar zu verhindern. Initiator ist die Erfurter CDU, die gestern eine Unterschriftenaktion für einen Einwohnerantrag auf Verhinderung der Einführung des neuen Logos startete. Gemäß der Gemeindeordnung im Freistaat Thüringens erfordert die Zulässigkeit des Antrags, dass mindestens vier Prozent der Einwohner der Gemeinde ihre Unterschrift abgeben. Im Falle Erfurts heißt dies bei 199 242 Bürgern rund 7970 Unterschriften.
Zwei wurden mindestens schon mal geleistet. Nachdenklich macht jedoch, dass auch Michael Panse, CDU-Kandidat bei der Landtagswahl in Thüringen, seine Unterschrift unter den Antrag gesetzt hat. Herr Panse sitzt nämlich im Aufsichtsrat der Erfurter Tourismus- und Marketing GmbH, die seit 2009 für das Stadtmarketing Erfurts verantwortlich ist - und damit auch für die Gestalt des neuen Logos der Stadt. Warum er dieses nun offen boykottiert, nachdem er dessen Einführung mit abgesegnet hat, bleibt auch nach längerer Überlegung ein Rätsel.

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