Nun sind die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise – deren Ursachen hier nicht näher beleuchtet werden sollen- auch in der Erfurter Kulturszene angekommen. Die Stadt muss sparen!
Man rechnet mit einem Haushaltsdefizit von bis zu 75 Mio. Euro im kommenden Jahr. Und es wurde bereits bekannt gegeben, dass ein - zugegebenermaßen vergleichsweise kleiner - Teil des Sparvolumens zu Lasten des Kulturbereichs in Erfurt gehen wird. Nicht nur das Kinder- und Jugendtheater Schotte, sondern auch der Kinoclub Hirschlachufer und weitere Vereine und Verbände werden betroffen sein.
In welcher Höhe steht allerdings noch nicht fest. Der Haushaltsbeschluss für 2010 wird nicht vor Dezember vom Stadtrat beschlossen werden. Frühestens dann wird klar sein, ob alle die Sparmaßnahmen überleben, denn rosig sieht es um die finanzielle Ausstattung von kulturellen Projekten jedweder Art in Thüringens Hauptstadt schon seit Jahren nicht aus.
Neben der Möglichkeit zu versuchen, sich verstärkt durch Spenden zu finanzieren und hier neue Wege und Kooperationen mit Unternehmen zu erkunden, können wir als BürgerInnen der Stadt ebenfalls einen Beitrag zum Erhalt des Erfurter Kulturbetriebs tun: Indem wir wieder öfter die Angebote nutzen! Und damit unterstütze ich den Aufruf des OB Bausewein in seiner Kolumne vom 12.10. und mache gleich einen konkreten Vorschlag für das Kulturprogramm der kommenden Woche:
Dienstag, 27.10.2009: 21 Uhr den Film Antichrist schauen im Kinoclub Hirschlachufer .
Samstag, 31.10.2009: 20 Uhr Theatervorstellung Kriemhild oder das Ende vom Lied in der Schotte besuchen.

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