Ein bisschen scheinheilig, zumindest aber in zeitlicher Hinsicht merkwürdig erscheint die gestrige Pressemitteilung der Stadtverwaltung Erfurt von Montag, den 11.01.2010, nachzulesen auf der Homepage der Stadt.
Sie beinhaltet eine Mahnung, angeregt vom Behindertenbeauftragten (des Landes Thüringen?), und richtet sich an alle Hauseigentümer bzw. Hausmeisterbeauftragte, bei der Räumung der Schneemassen an Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und Menschen mit Kinderwagen zu denken, v.a. im Bereich von Bordsteinen und Straßenkreuzungen.
DAS WIRD AUCH ZEIT! Wobei nicht nur die Hausmeister in Erfurt einen derartigen Hinweis benötigen, sondern v.a. die Stadtverwaltung selbst!
Denn alle Personen, die zum o.g. Personenkreis zählen, hatten seit Mitte letzter Woche in der Innenstadt kaum eine Chance, hürdenfrei von A nach B zu gelangen, ganz zu schweigen vom Überqueren der Straßenbahnschienen oder vom Einsteigen in die Straßenbahn. V.a. am Wochenende war das Schneebergechaos perfekt. Für dessen Beseitigung auf den Bahnschienen und auf dem Anger dürfte wohl die Stadt selbst zuständig sein – nicht die Hausmeister. Aber das hat die Stadt wohl erst gestern, Montag den 11.01.2010, gemerkt, zumindest zufällig mit der Veröffentlichung der Pressemitteilung begannen erst die Räumaktionen in der Innenstadt. Bis Montag Früh dachte man als Bürger ja bereits, die Stadt hätte alle Räumfahrzeuge und Schneeschieber veräußert.
Hatte der Behindertenbeauftragte der Stadt die Beseitigung dieser untragbaren Zustände tatsächlich erst gestern früh öffentlich angemahnt? Oder war er bis Sonntag im verlängerten Jahreswechselurlaub, oder hat die Stadt die Veröffentlichung der Mitteilung nur solang zurückgehalten, bis sie selbst tatsächlich, mit einigen Tagen Verzug im Innenstadtbereich tätig wurde?
Wie dem auch sei, dass die Innenstadt mehrere Tage quasi kaum passierbar war – weder zu Fuß, noch mit dem Rad (Stichwort: Fahrradfreundliche Stadt) noch auf vier Rädern – steht jedenfalls einer Landeshauptstadt schlecht zu Gesicht.

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Kommentare
Twitter Trackbacks for Beim Winterdienst an Rollstuhlfahrer den
WINTERDIENST ERFURT
Die Stadt kassiert soviel Gelder und scheitert wenn mal ein paar Schneeflocken fallen ! Für was bezahlen wir eigentlich Steuern in diesem Staat hier ???
Bei uns im Süden der Stadt liegt heute seit einer Woche immer noch der Schnee der am Anfang gefallen war !
Autos sind zugeschneit und so zugeschüttet vom frei machen das es unmöglich erscheint den Platz zu verlassen !
Es heist das jeder seine Strasse und gehweg beräumen muss , nur die Stadt bzw. der Winterdienst die durch unsere Steuergelder bezahlt werden pennt ! Das ist eine riesen Frechheit !
Ich kann jedem dem was passiert nur raten die Stadt sofort zu verklagen ! Und von wegen jeder ist für sich selbst verantwortlich ! Wenn ich vor meinem Haus keinen Schnee wegräume und es passiert was muss ich auch zahlen !
Ja und da hat die Stadt wahrscheinlich zu viel Geld würde ich meinen !
Ausser beim Strafzettel verteilen hier oben , da sind sie die schnellsten , Strafzettel verteilen anstatt für ausreichend Parkplätze zu sorgen ! Typisch , wie immer , nur ans abzocken denken !
Winterdienst
Die Winterdienst in Thüringen ist schlampig.
Es ist fast kriminell.
Verbíndungsstraßen zwischen Erfurt und kleineren Orten werden praktisch nicht geräumt. Die Schneeverwehungen zwischen Bindersleben und Zimmernsupra sind atemberaubend.
Die Stadtverwaltung und auch Geschäftsinhaber haben kein Konzept für die Scheeräumung. Man kann den Schnee nicht nur irgendwo hinschieben sondern muß sich auch Gedanken darüber machen, daß Zufahrten und Parkplätze passierbar bleiben.
Auch kann es nicht allzu schwierig sein zu begreifen, daß Landstraßen nach Erfurt spätestens um 7 Uhr morgends geräumt sein sollten und dann wieder gegen 16 Uhr am Nachmittag.
Auf meinem Weg zu Arbeit während ich mich durch die Schneeverwehungen gekämpft habe, habe ich mich gefragt, wer wohl dem Baumschnitt mit Handscheren der dreijährigen Bäume beauftragt hat, oder ob wohl nur der Kalender der Stadtverwaltung durcheinander geraten ist.
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