Die Thüringer Allgemeine berichtet heute über die Sorgen der Professoren der Universität Erfurt. In Kürze endet die Amtszeit des derzeitigen Universitätspräsidenten Wolfgang Bergsdorf. Nach Inkrafttreten des neuen Thüringer Hochschulgesetzes ist der Präsident mit deutlich mehr Kompetenzen und Verantwortung für seine Hochschule ausgestattet. Gedacht als CEO einer unternehmerisch geführten Hochschule befürchten Kritiker der neuen Strukturen eine Präsidialdiktatur. Doch das aktuelle Problem der Universität ist nicht ein zu starker Präsident. Nein, neben der chronischen Unterfinanzierung besorgt nun auch die anstehende Führungslosigkeit der Universität.

Schon werden wieder einmal die verschiedensten Fusionsszenarien diskutiert -- aber noch offiziell verworfen. Wer die Gelegenheit findet, rettet sich auf eine Professur an eine andere Universität.
Zurecht fragt die TA wieviele Demütigungen der Universität Erfurt noch bevorstehen. Ohne eine schnelle und langfristige Finanzspritze für die Universität und damit einer Verbesserung der Situation für Studenten, Professoren und damit auch die Universitätsleitung sieht die Lage düster aus. Man kann derzeit nur hoffen, dass der Posten des Universitätspräsidenten nicht zu einem Versorgungsposten eines wegzulobenden hohen Beamten des Landes wird und die Universität damit endgültig in die Bedeutungslosigkeit versinkt. Auch wäre es schade, wenn die Reformuni zum Abschluss der Reform schliesst.

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Schuld und Sühne - TLZ Kommentar zur Führungskrise an der Uni
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