Stadtwerke

Deutschland einig Müllgebühren. Erfurt im Mittelfeld deutscher Großstädte

Wenige Tage vor den Feierlichkeiten der deutschen Einheit stellte das Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) eine Studie zur Höhe der Müll- und Abfallentsorgungsgebühren deutscher Großstädte vor. Ergebnis: Wenigstens hier ist die Einheit voll angekommen. Mit Magdeburg, Chemnitz, Potsdam und Cottbus landeten gleich vier Städte aus den Neuen Ländern unter den "Top 10" der teuersten Entsorgungskosten.

Gute Nachrichten dagegen für die Thüringer Landeshauptstadt: Die Stadtwerke liegen mit einem Wert von 98,2 sogar noch knapp unter dem Referenzwert von 100. In Punkto Service besteht für die Stadt mit Platz 32 von 50 allerdings noch Nachholebedarf.

Die komplette Studie zum Herunterladen: INSM Abfallmonitor 2008.

Tiefenprüfung durch ein unabhängiges Wirschaftsprüfungsunternehmen für die Stadtwerke

Ich fordere im Fall der Stadtwerke Erfurt eine Tiefenprüfung durch ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen

Das Thema Müllentsorgung ist in ganz Deutschland mit dem Thema Korruption scheinbar eng verbunden. Nachdem sich in Thüringen die Ermittler schon die Suhler Stadtwerke vorgenommen haben, erreicht dieser Verdacht nun auch Erfurt. Ohne in den Chor der Vorverurteilenden einzustimmen empfiehle ich eine Tiefenprüfung durch ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen. „Schon bei der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft haben unabhängige Wirtschaftsprüfer zunächst für Klarheit und für eine nachhaltige Sanierung gesorgt“, so Kemmerich. Da Oberbürgermeister Andreas Bausewein selbst zugibt nicht mehr zu wissen als die Presse schreibt, erscheint es mehr als fragwürdig die Kontrolle über die Stadtwerke den aktuell verantwortlichen Politikern zu überlassen. Die Sach- und Personalentscheidungen der Aufsichtgremien der städtischen Gesellschaften waren in letzter Zeit fragwürdig genug.